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Ätherische Öle in der Yogapraxis

Was ist ein ätherisches Öl?

Ein ätherisches Öl ist ein aus einer botanisch definierten Pflanze gewonnenes Produkt, das durch Wasserdampfdestillation oder Expression der Schalen von Zitrusfrüchten hergestellt wird. Je nach Qualität sind sie auf körperlicher und seelischer Ebene hoch wirksam, helfen dem Körper sich von Toxinen und Giften zu befreien und stimulieren das Immunsystem, sodass die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Ätherische Öle können bei gesundheitlichen Beschwerden helfen. Ihre heilende Wirkung ist wissenschaftlich belegt und findet mehr und mehr Anwendung. Ätherische Öle wirken antibakteriell, antiviral und antiseptisch. Unterbewusst regulieren die Gerüche unseren Gefühlszustand.

Anwendung ätherischer Öle

Ätherische Öle werden für eine Vielzahl von Anwendungen im emotionalen und physischen Bereich genutzt. Üblicherweise kann man sie nach einer der drei Methoden einsetzen:

aromatische Diffusion (mit dem Diffuser zerstäuben)

äußerliche Anwendung (auf der Haut)

innerliche Anwendung (in Kapseln einnehmen, trinken oder beim Kochen verwenden. Dazu kann ich ich das Buch „Duftküche“ definitiv empfehlen).

TAOASIS, doTERRA, YoungLiving oder PRIMAVERA – Welche Marke ist zu empfehlen?

Dies ist wohl die meist gestellte Frage wenn es um ätherische Öle geht. Ganz ehrlich möchte ich mich da gar nicht festlegen. Muss ich auch nicht. Mir ist bewusst, dass in der Yogaszene derzeit die doTERRA & YoungLiving Öle gehyped werden und sich zahlreiche Yogalehrer in dieses Schneeball-Verkaufs-System einreihen.  Ich bin aber nicht unbedingt der Typ für dogmatische Verkaufskonzepte im Tupperware-Stil. Trotzdem halte ich Doterra und Young Living für sehr hochwertig und verwende verschiedene Öle regelmäßig. Genauso verwende ich bestimmte Öle und Produkte von Primavera (Mehr darüber könnt ihr hier nachlesen). Besonders viele Öle verwende ich derzeit von TAOASIS, da mich die Düfte und auch die Projekte definitiv überzeugt haben. Der größte Schatz meiner Sammlung ist mein unglaublich, tolles Lavendelöl von Le chateau du bois. Kein Lavendel-Duft hat mich bisher mehr verzaubert. Damit kann ich die schönsten Kreationen zaubern (Roll-on`s, Entspannungsbalsame, Duftmischungen). Perfekt für eure Weihnachts-Wunschliste.

Le Chateau du bois, Der Ferrari unter den Lavendel-Ölen

Ihr müsst euch nicht festlegen! Dogmatismus hat im Yoga nichts zu suchen. Erfahrung und Wissen hilft uns weiter. Es gibt großartige Literatur zum Thema Aromatherapie und wie man Duftmischungen selbst herstellt. Belest euch, besucht Fortbildungen, testet (an euch selbst natürlich:-)) und probiert aus. Es geht nicht um die verwendete Marke, sondern um das gewünschte Ergebnis. Eure Schüler profitieren am Meisten davon, wenn ihr wisst, welches Öl welche Wirkung erzielt und wie ihr es am besten einsetzt.

Wie erkennt man ein gutes Öl?

Wenn naturidentisch auf dem Produkt zu lesen ist, bedeutet dies, dass es sich um synthetisches Produkt handelt.  Parfum- oder Duftöle sind künstlich bzw. chemisch (Grüne Äpfel und Kokos ergeben keine ätherische Öle!). Nur 100% genuine ätherische Öle bewirken therapeutische Ergebnisse.

Ein gutes ätherisches Öl kann man wie folgt erkennen:

  1. Lateinischer Name vorhanden
  2. Herkunft des ätherischen Öls bekannt
  3. Therapeutischer Grad angegeben
  4. Information vom Hersteller zum Herstellungsverfahren (Temperatur und Druck bei der Wasserdampfdestillation sowie Information zum Anbau (Bio))
  5. Verfügbarkeit eines ätherischen Öls unterliegt der Ernte (bei einem guten Hersteller sind nicht immer alle ätherische Öle lieferbar)
  6. Gewinnungsverfahren: Wasserdampfdestillation, Kaltpressung (wenn Bio) empfehlen sich.
  7. Preis (pures, echtes Rosenöl gibt es für €10,00 pro 10 ml. nicht)

Ätherische Öle & Yoga

Genau wie Yoga sind ätherische Öle keine Erfindung der Neuzeit. Bereits im Altertum wurden beispielsweise in China und Ägypten Duftöle für medizinische und kosmetische Zwecke verwendet. Auch um den Göttern näher zu kommen setzten die Menschen die Magie der Düfte ein. Das Wort ätherisch bedeutet so viel wie „Himmelsluft“, „Himmelsraum“ (griech. aither) und als Adjektiv „himmlisch; zart, engelhaft und vergeistigt“. Naturreine ätherische Öle und besondere Ölmischungen sind das flüssige Gold der Pflanzen und konzentrieren in sich die Kräfte der Sonne, des Lichts und der Natur.

Sowie Yoga Teil meines Lebens ist, sind es auch ätherische Öle. Als Yogalehrerin habe ich bereits vor einigen Jahren bemerkt, welche wundervolle Ergänzung ätherische Öle für meine Yogapraxis darstellen. Angepasst an die jeweiligen Übungen können sie vitalisierend wirken (Grapefruit, Orange) oder uns dazu bewegen tiefer zu atmen und zu entspannen (Lavendel, Eukalyptus). Lange Zeit erprobte ich die Wirkung verschiedener Öle während meiner eigenen Yogapraxis. Irgendwann begann ich ätherische Öle in meinen Yogaunterricht zu integrieren. Anfangs verwendete ich die Öle nur während Personal-Trainings, da die Präferenzen, was Düfte betrifft sehr unterschiedlich sind. Nach und Nach integrierte ich die Öle auch in meine Kurse. Die Rückmeldungen sind durchweg positiv. Wenn jedoch ein Teilnehmer ein gewisses Öl nicht mag, ist es definitiv falsch und muss ausgetauscht werden. Dies gilt generell für alle Aroma-Anwendungen: Vor Anwendung der Aromatherapie/ Aromapflege sollte sicher sein, dass der Lehrer sowie der Schüler die ausgewählten ätherischen Öle (und Basis-Öle) mag und verträgt (Allergietest in der Armbeuge). Wenn ein Duft passend ist, kann er unsere Yoga-Praxis auf wundervolle Weise verzaubern. Ätherische Öle können uns dabei unterstützen unseren Körpern, unseren Geist und unsere Seele in Balance zu bringen. Die Düfte verbinden uns auf wundervolle Weise mit der Natur. Wir müssen uns nur die Zeit nehmen den Duft der Rosen wahrzunehmen. Duft-Meditationen beispielsweise helfen uns auf ganz besondere Weise im Hier & Jetzt anzukommen und zu 100% präsent zu sein.

Ich wünsche euch viel Freude beim Ausprobieren und genießen.

Von Herz zu Herz,

Eure Kim

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